Para-Athleten beim Schwimmausstieg aus der Alster beim ersten Hamburger Rennen der World Triathlon Para Series.

Gelungene Premiere: Para-Triathlon auf dem Jungfernstieg

14.07.2026 –  Hamburger Triathlonverband

Gelungene Premiere für den Para-Triathlon in Hamburg – und ein Vorgeschmack auf die Para-Triathlon-WM 2027 in der Hansestadt.

Gelungene Premiere für den Para-Triathlon in Hamburg: Beim letzten Rennen der World Triathlon Para Series (WTPS), die erstmals Station in Deutschland machte, sorgten die Athletinnen und Athleten im Rahmen des Suzuki World Triathlon Hamburg für große Begeisterung. Tausende Zuschauer verfolgten die Rennen am Alsteranleger beim Schwimmstart, in der Wechselzone auf dem Jungfernstieg, entlang der Rad- und Laufstrecke sowie im Ziel auf dem Rathausmarkt.

Die erfolgreiche Premiere macht Lust auf mehr – schließlich wird Hamburg im kommenden Jahr Gastgeber der Para-Triathlon-Weltmeisterschaften sein.

„Hamburg ist wirklich eine tolle Stadt und es war ein großartiges Rennen“, sagte die US-Amerikanerin Kendall Gretsch (PTWC). Die Paralympics-Siegerin von Tokio 2021, Silbermedaillengewinnerin von Paris 2024 und Para-Biathlon-Champion von Mailand/Cortina 2026 hat bereits viele internationale Wettkämpfe erlebt und zeigte sich von Hamburg beeindruckt.

Auch in Hamburg waren viele Augen auf ihn gerichtet: Alexis Hanquinquant. Der zweifache Paralympics-Sieger dominierte nach 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und 5 Kilometern Laufen die PTS4-Klasse und erreichte das Ziel nach nur 56:23 Minuten. Damit lag der unterschenkelamputierte Franzose 1:46 Minuten vor seinem Landsmann Pierre-Antoine Baele. Hanquinquant hatte 2024 zudem die besondere Ehre, bei der Eröffnungsfeier der Paralympischen Spiele in Paris die paralympische Flamme zu entzünden.

Für den größten deutschen Erfolg sorgte Martin Schulz (PTS5). Der mehrfache Paralympics- und Weltmeister gewann sein Rennen in 57:39 Minuten souverän.

Nicht ganz nach Wunsch verlief der Heimwettkampf für die Hamburgerin Neele Ludwig (PTS2). Die amtierende Europameisterin verpasste als Vierte knapp das Podium. Dennoch konnte sie sich als beste Europäerin behaupten und ließ unter anderem die Belgierin Gitte Welslau hinter sich, die sie bei den Europameisterschaften noch im Schlussspurt bezwungen hatte. Der Sieg ging an die Australierin Anu Francis.

Für Neele Ludwig richtet sich der Blick nun bereits nach vorne: Bei den Para-Triathlon-Weltmeisterschaften 2027 in ihrer Heimatstadt Hamburg möchte sie vor heimischem Publikum ein Ausrufezeichen setzen. Dafür drücken wir ihr schon jetzt fest die Daumen.

Die US-Amerikanerin Kendall Gretsch (PTWC) auf der Radstrecke des Para-Triathlons in Hamburg.
Der Franzose Alexis Hanquinquant (PTS4) auf der Laufstrecke – er gewann in Hamburg überlegen.
Eine Athletin der Sehbehinderten-Klasse (PTVI) mit Guide auf dem Tandem beim Para-Triathlon in Hamburg.
Die Hamburgerin Neele Ludwig (PTS2) auf der Radstrecke des Para-Triathlons.
Neele Ludwig (PTS2) aus Hamburg auf der Laufstrecke im Zielkanal am Rathausmarkt.